sob
12.01.2007, 00:05
Quo vadis DDV ?
Wieder einmal befindet sich der DDV am Scheideweg. Seit nunmehr fast 4 Jahren wird der Dartsport in Deutschland durch das Fernsehen einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Diese hat das Angebot angenommen, selbst Menschen die noch nie in ihrem Leben einen Pfeil geworfen haben, sehen voller Begeisterung die Turniere im Fernsehen. Kurzfristig hat auch der DDV von dieser Entwicklung profitiert, die Meldezahlen zu den Ranglistenturnieren sind gestiegen. Man hat sich zufrieden auf die Schultern geklopft.
Das wäre es aber auch schon. Sponsoren sind bis zum heutigen Tag nicht gefunden worden. Andere zeigen uns wie es geht. Eine aus dem Boden gestampfte Firma hat nun vorerst mal wieder dem DDV den Rang abgelaufen. Ich erinnere mich an den Anfang der 90er Jahre, als die Spieler in großer Anzahl zum E-Dart abwanderten. Viele werden jetzt sagen, na und, sie sind ja auch zu einem Großteil wieder zurück gekommen. Stimmt, aber die Jahre dazwischen sind verlorene Jahre gewesen. Dieses droht uns auch jetzt wieder. Der DDV wird seine Suppe beharrlich weiter kochen und darauf warten, dass die GDC den Zulauf -, bzw. die Öffentlichkeit das Interesse verliert, denn dann ist das DSF auch ganz schnell wieder weg und überträgt doch lieber schon ab 23 Uhr “Sportclips” mit ein paar halbnackten Ladies.
Meine anfängliche Freude über Dartturniere im Fernsehen ist mittlerweile auch einem gewissen Zorn gegenüber dem “Deutschen Spo(r)tfernsehen” gewichen, haben sie doch dem real existierenden Sportverband nie eine Chance gegeben. Sie informierten sich über Funktionäre des DDV, sie holten sich einen Experten des DDV (Dietmar Ernst) ins Studio und sie sponsern und übertragen nun mind. 3 Turniere der GDC. Ist das Pech, oder ist das auf mangelhafte Arbeit des Präsidiums der letzten 3 Jahre zurückzuführen?
Die einzigen, die sich auch in Zukunft keine Gedanken machen müssen, sind die im DDV spielenden Damen. Für sie ist anscheinend in der GDC genauso wenig Platz wie in der PDC. Die Tatsache, dass Damen sehr wohl an den Turnieren der GDC teilnehmen können, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass man sie nicht haben will, bzw. sie nicht braucht.
Nun werden wir also im nächsten Jahr in Deutschland die erste Turnierserie der GDC erleben. Bei einem Landesturnier, einem DDV-Turnier und einem Bundesligaspieltag im Monat dürften die Absprachemöglichkeiten zwischen DDV und GDC gering sein, zumal sich ja bekanntlich die DSAB im Bereich GDC engagiert. Da in der GDC eine Verbandsstruktur mit Ligaspielen usw. nicht angedacht ist, sieht die DSAB wohl keine Konkurrenz und kann leicht auf die 8-10 Termine Rücksicht nehmen, bzw. wird eventuell die Turniere sogar gemeinsam austragen.
Quo vadis DDV? Die Dart-Bundesliga hat in den 4 Jahren, die sie nun gespielt wird keinerlei Unterstützung von Seiten des DDV bezüglich Öffentlichkeitsarbeit erhalten. Einige wenige versuchen z.B. durch Live-Ticker verzweifelt dem Ganzen einen etwas öffentlicheren Charakter zu verschaffen, doch im Großen und Ganzen sind die Vereine was Öffentlichkeitsarbeit angeht, auf sich alleine gestellt.
Spieler wie Andy Kröckel und Michael Rosenauer werden heute von Unicorn gesponsert, auch eine Entwicklung die durch die PDC, bzw. eine der GDC nahe stehenden Person angeleiert wurde. Wenn ich einem in meinem Verein spielenden Topspieler einen Rat geben sollte, so muss ich ihm eindeutig die Turniere der GDC empfehlen, denn hier kann er sich evtl.. im Fernsehen präsentieren und so auch für den Verein werbewirksam werden. Das Problem dabei, er braucht den Verein gar nicht mehr. Er benötigt keinerlei Verbandsstruktur um an den Turnieren teilzunehmen.
Aber egal, lasst uns weiter fröhlich “Chase the sun” von Planet Funk pfeifen und ratlos daneben stehen, während die Rosinen an andere verteilt werden. In dieser schnelllebigen Zeit kann es ja nicht allzu lange dauern bis das alles wieder vorbei ist.
Und dann…
fangen wir halt wieder von vorne an.
sob
Wieder einmal befindet sich der DDV am Scheideweg. Seit nunmehr fast 4 Jahren wird der Dartsport in Deutschland durch das Fernsehen einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Diese hat das Angebot angenommen, selbst Menschen die noch nie in ihrem Leben einen Pfeil geworfen haben, sehen voller Begeisterung die Turniere im Fernsehen. Kurzfristig hat auch der DDV von dieser Entwicklung profitiert, die Meldezahlen zu den Ranglistenturnieren sind gestiegen. Man hat sich zufrieden auf die Schultern geklopft.
Das wäre es aber auch schon. Sponsoren sind bis zum heutigen Tag nicht gefunden worden. Andere zeigen uns wie es geht. Eine aus dem Boden gestampfte Firma hat nun vorerst mal wieder dem DDV den Rang abgelaufen. Ich erinnere mich an den Anfang der 90er Jahre, als die Spieler in großer Anzahl zum E-Dart abwanderten. Viele werden jetzt sagen, na und, sie sind ja auch zu einem Großteil wieder zurück gekommen. Stimmt, aber die Jahre dazwischen sind verlorene Jahre gewesen. Dieses droht uns auch jetzt wieder. Der DDV wird seine Suppe beharrlich weiter kochen und darauf warten, dass die GDC den Zulauf -, bzw. die Öffentlichkeit das Interesse verliert, denn dann ist das DSF auch ganz schnell wieder weg und überträgt doch lieber schon ab 23 Uhr “Sportclips” mit ein paar halbnackten Ladies.
Meine anfängliche Freude über Dartturniere im Fernsehen ist mittlerweile auch einem gewissen Zorn gegenüber dem “Deutschen Spo(r)tfernsehen” gewichen, haben sie doch dem real existierenden Sportverband nie eine Chance gegeben. Sie informierten sich über Funktionäre des DDV, sie holten sich einen Experten des DDV (Dietmar Ernst) ins Studio und sie sponsern und übertragen nun mind. 3 Turniere der GDC. Ist das Pech, oder ist das auf mangelhafte Arbeit des Präsidiums der letzten 3 Jahre zurückzuführen?
Die einzigen, die sich auch in Zukunft keine Gedanken machen müssen, sind die im DDV spielenden Damen. Für sie ist anscheinend in der GDC genauso wenig Platz wie in der PDC. Die Tatsache, dass Damen sehr wohl an den Turnieren der GDC teilnehmen können, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass man sie nicht haben will, bzw. sie nicht braucht.
Nun werden wir also im nächsten Jahr in Deutschland die erste Turnierserie der GDC erleben. Bei einem Landesturnier, einem DDV-Turnier und einem Bundesligaspieltag im Monat dürften die Absprachemöglichkeiten zwischen DDV und GDC gering sein, zumal sich ja bekanntlich die DSAB im Bereich GDC engagiert. Da in der GDC eine Verbandsstruktur mit Ligaspielen usw. nicht angedacht ist, sieht die DSAB wohl keine Konkurrenz und kann leicht auf die 8-10 Termine Rücksicht nehmen, bzw. wird eventuell die Turniere sogar gemeinsam austragen.
Quo vadis DDV? Die Dart-Bundesliga hat in den 4 Jahren, die sie nun gespielt wird keinerlei Unterstützung von Seiten des DDV bezüglich Öffentlichkeitsarbeit erhalten. Einige wenige versuchen z.B. durch Live-Ticker verzweifelt dem Ganzen einen etwas öffentlicheren Charakter zu verschaffen, doch im Großen und Ganzen sind die Vereine was Öffentlichkeitsarbeit angeht, auf sich alleine gestellt.
Spieler wie Andy Kröckel und Michael Rosenauer werden heute von Unicorn gesponsert, auch eine Entwicklung die durch die PDC, bzw. eine der GDC nahe stehenden Person angeleiert wurde. Wenn ich einem in meinem Verein spielenden Topspieler einen Rat geben sollte, so muss ich ihm eindeutig die Turniere der GDC empfehlen, denn hier kann er sich evtl.. im Fernsehen präsentieren und so auch für den Verein werbewirksam werden. Das Problem dabei, er braucht den Verein gar nicht mehr. Er benötigt keinerlei Verbandsstruktur um an den Turnieren teilzunehmen.
Aber egal, lasst uns weiter fröhlich “Chase the sun” von Planet Funk pfeifen und ratlos daneben stehen, während die Rosinen an andere verteilt werden. In dieser schnelllebigen Zeit kann es ja nicht allzu lange dauern bis das alles wieder vorbei ist.
Und dann…
fangen wir halt wieder von vorne an.
sob